Ein Raucherunterstand ist eine überdachte, meist seitlich teilweise geschlossene Konstruktion, die Rauchern im Außenbereich Witterungsschutz bietet und gleichzeitig einen klar definierten Raucherbereich schafft. Er wird überall dort eingesetzt, wo Arbeitgeber, Kommunen oder Betreiber öffentlicher Einrichtungen gesetzliche Anforderungen erfüllen und gleichzeitig eine geordnete, saubere Lösung für Raucher bereitstellen möchten. Die folgenden Abschnitte beantworten die wichtigsten Fragen rund um Einsatzorte, Vorschriften, Bauformen und Beschaffung.
Wo wird ein Raucherunterstand typischerweise aufgestellt?
Ein Raucherunterstand wird überall dort aufgestellt, wo Menschen regelmäßig im Freien rauchen und dabei Schutz vor Regen, Wind oder Sonne benötigen. Typische Standorte sind Betriebsgelände, öffentliche Einrichtungen, Krankenhäuser, Bahnhöfe, Einkaufszentren und Bildungseinrichtungen. Entscheidend ist, dass der Standort klar vom Eingangsbereich und von Zonen, die von Nichtrauchern frequentiert werden, getrennt ist.
In der Praxis lassen sich die häufigsten Einsatzbereiche in drei Kategorien unterteilen:
- Gewerbliche und industrielle Standorte: Auf Betriebsgeländen dient der Raucherunterstand als Pausenunterstand für Mitarbeiter im Außenbereich. Er bietet Schutz bei jeder Witterung und sorgt dafür, dass Raucherpausen geordnet und an einem festen Ort stattfinden, was auch die Sauberkeit auf dem Gelände verbessert.
- Öffentliche Einrichtungen und Infrastruktur: Vor Krankenhäusern, Verwaltungsgebäuden, Schulen oder Bahnhöfen markiert der Raucherunterstand den offiziell vorgesehenen Raucherbereich im Außenbereich und hält Rauch von Eingangsbereichen fern.
- Gastronomie und Einzelhandel: Restaurants, Hotels und Einkaufszentren setzen Raucherbereiche mit Unterstand ein, um Gästen eine komfortable Option zu bieten, ohne den Eingangsbereich zu belasten.
Gerade auf Betriebsgeländen mit Schichtbetrieb oder vielen Außendienstmitarbeitern ist ein stabiler, wetterfester Unterstand im Außenbereich ein wesentlicher Bestandteil der Mitarbeiterinfrastruktur. Die Anforderungen an Größe und Ausstattung variieren je nach Nutzerzahl und Standortbedingungen erheblich.
Welche gesetzlichen Vorgaben gelten für Raucherbereiche im Freien?
Für Raucherbereiche im Freien gelten in Deutschland keine einheitlichen bundesweiten Vorschriften, die den genauen Aufbau eines Raucherunterstands regeln. Maßgeblich sind jedoch das Nichtraucherschutzgesetz des jeweiligen Bundeslandes, die Arbeitsstättenverordnung sowie betriebliche Auflagen der Berufsgenossenschaften. Entscheidend ist vor allem der Mindestabstand zu Eingangsbereichen und Lüftungsöffnungen.
Folgende rechtliche Rahmenbedingungen sind in der Praxis besonders relevant:
- Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV): Arbeitgeber sind verpflichtet, Nichtraucher vor Tabakrauch zu schützen. Wenn Rauchen auf dem Betriebsgelände erlaubt ist, muss es in dafür vorgesehenen, abgetrennten Bereichen stattfinden, die keine Gefährdung für andere Personen darstellen.
- Landesrechtliche Nichtraucherschutzgesetze: Die 16 Bundesländer haben unterschiedliche Regelungen, die sich vor allem auf Innenräume beziehen. Im Außenbereich gelten in der Regel weniger strenge Vorgaben, jedoch können einzelne Kommunen zusätzliche Auflagen erlassen.
- Bauordnungsrecht: Je nach Standort und Größe des Unterstands kann eine Baugenehmigung erforderlich sein. Kleinere, nicht dauerhaft verankerte Konstruktionen sind in vielen Bundesländern genehmigungsfrei, größere Anlagen hingegen nicht.
- Brandschutz: Raucherunterstände müssen so positioniert werden, dass keine Brandgefahr für angrenzende Gebäude oder Materialien entsteht. Ausreichende Abstände zu brennbaren Materialien und geeignete Aschenbecher gehören zur Grundausstattung.
Wer einen Raucherbereich im Außenbereich plant, sollte frühzeitig die zuständige Baubehörde und den Betriebsrat einbeziehen, um sicherzustellen, dass alle Vorgaben erfüllt werden.
Welche Bauformen und Ausstattungsvarianten gibt es?
Raucherunterstände sind in einer Vielzahl von Bauformen erhältlich, die sich in Größe, Material, Überdachungsart und Zusatzausstattung unterscheiden. Die gängigsten Varianten sind Pultdach- und Satteldachkonstruktionen aus Stahl oder Metall, die je nach Anforderung offen, halboffen oder mit Seitenwänden ausgestattet sind.
Bauformen nach Konstruktionsprinzip
Die offene Variante bietet lediglich ein Dach und eignet sich für Standorte mit Windschutz durch die Umgebung. Halboffene Modelle mit einer oder zwei Seitenwänden schützen zusätzlich vor seitlichem Regen und Wind. Vollständig geschlossene Raucherunterstände mit Verglasung oder Wandelementen bieten maximalen Witterungsschutz, erfordern jedoch eine ausreichende Belüftung, damit sich Rauch nicht konzentriert.
Materialien und Oberflächen
Stahl und Metall sind die meistverwendeten Materialien für gewerbliche und öffentliche Raucherunterstände, da sie langlebig, wartungsarm und in verschiedenen Beschichtungen erhältlich sind. Pulverbeschichtete Stahloberflächen bieten guten Korrosionsschutz und lassen sich in nahezu jeder RAL-Farbe liefern, sodass eine Anpassung an das Corporate Design oder das Stadtbild möglich ist. Holz wird gelegentlich für optisch wärmere Lösungen eingesetzt, erfordert jedoch regelmäßigere Pflege.
Zur Standardausstattung gehören in der Regel Aschenbecher oder Aschen-Abfallkombinationen, die direkt in die Konstruktion integriert werden. Optional sind Sitzmöglichkeiten, Beleuchtung oder eine Kombination mit einem Pausenunterstand für Mitarbeiter möglich. Wer mehrere Funktionen kombinieren möchte, findet im Bereich Überdachungen für den Außenbereich häufig modulare Lösungen, die sich an unterschiedliche Standortanforderungen anpassen lassen.
Was kostet ein Raucherunterstand und wovon hängt der Preis ab?
Die Kosten für einen Raucherunterstand variieren erheblich und hängen von Faktoren wie Größe, Material, Ausstattung, Individualisierungsgrad und Montageaufwand ab. Eine pauschale Preisangabe ist nicht möglich, da jede Anlage auf die spezifischen Anforderungen des Standorts abgestimmt wird.
Die wichtigsten preisbestimmenden Faktoren sind:
- Größe und Kapazität: Ein kleiner Unterstand für zwei bis vier Personen erfordert weniger Material und Aufwand als eine großzügige Anlage für zehn oder mehr Nutzer gleichzeitig.
- Materialwahl und Oberfläche: Standardbeschichtungen in gängigen Farben sind günstiger als Sonderlackierungen oder besondere Oberflächenbehandlungen.
- Ausstattung: Integrierte Beleuchtung, Sitzgelegenheiten, Aschen-Abfallkombinationen oder Wandelemente erhöhen den Funktionsumfang und damit den Preis.
- Individualisierung: Maßgefertigte Lösungen, die auf spezifische Platzverhältnisse oder gestalterische Vorgaben zugeschnitten sind, sind aufwändiger in der Planung und Fertigung als Standardmodelle.
- Montage und Fundamentarbeiten: Je nach Untergrund und Standort können Fundamentierungsarbeiten und Montage einen erheblichen Anteil der Gesamtkosten ausmachen.
Für eine realistische Kostenschätzung ist eine individuelle Anfrage beim Hersteller mit konkreten Angaben zu Standort, gewünschter Größe und Ausstattung der sinnvollste Weg.
Wer ist für die Planung und Beschaffung zuständig?
Die Zuständigkeit für Planung und Beschaffung eines Raucherunterstands liegt je nach Kontext bei unterschiedlichen Stellen. In Unternehmen ist in der Regel die Facility-Management-Abteilung oder die Arbeitssicherheit verantwortlich. Bei öffentlichen Einrichtungen und Kommunen liegt die Entscheidung häufig beim Liegenschaftsamt oder beim zuständigen Stadtplanungsamt.
In der Praxis sind folgende Akteure typischerweise beteiligt:
- Facility Manager und Betriebsleiter: Sie definieren den Bedarf, koordinieren die Standortwahl und stellen sicher, dass alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden.
- Architekten und Planungsbüros: Bei größeren Projekten oder wenn der Unterstand in ein übergeordnetes Gestaltungskonzept eingebunden werden soll, übernehmen Architekten oder Ingenieurbüros die Planung.
- Kommunale Beschaffungsstellen: Öffentliche Auftraggeber unterliegen dem Vergaberecht und müssen Leistungen ab bestimmten Schwellenwerten ausschreiben. Die Beschaffung erfolgt dann über strukturierte Vergabeverfahren.
- Betriebsrat und Arbeitssicherheit: In Unternehmen sollte der Betriebsrat frühzeitig eingebunden werden, da die Einrichtung von Raucherbereichen mitbestimmungsrelevant sein kann.
Unabhängig davon, wer die Beschaffung koordiniert, ist eine frühzeitige Abstimmung mit dem Hersteller empfehlenswert, um Maße, Materialien und Ausstattung von Anfang an auf die konkreten Anforderungen abzustimmen.
Wie MABEG bei der Planung und Realisierung von Raucherunterständen unterstützt
MABEG entwickelt und fertigt Raucherunterstände sowie Pausenunterstände für Mitarbeiter im Außenbereich als Teil eines umfassenden Portfolios an Überdachungen und Stadtmobiliar. Alle Produkte entstehen im eigenen Werk in Soest und erfüllen den Qualitätsstandard „Made in Germany“ gemäß DIN EN ISO 9001:2015. Als Gesamtdienstleister begleitet MABEG Kunden von der ersten Planung bis zur Montage und darüber hinaus.
Konkret bietet MABEG folgende Leistungen:
- Individuelle Beratung zur Standortwahl, Größe und Ausstattung des Raucherunterstands
- Maßgefertigte Lösungen, die sich an spezifische Platzverhältnisse, gestalterische Vorgaben und betriebliche Anforderungen anpassen
- Fertigung in Stahl mit langlebigen Pulverbeschichtungen in verschiedenen RAL-Farben
- Professionelle Montage durch erfahrene Fachkräfte
- After-Sales-Service mit schneller Ersatzteilversorgung und fachkundiger Wartung für einen dauerhaften Betrieb
Ob für ein Betriebsgelände, eine öffentliche Einrichtung oder eine kommunale Anlage: MABEG steht als erfahrener Partner zur Verfügung. Nehmen Sie Kontakt auf und schildern Sie Ihre Anforderungen, um ein unverbindliches Angebot für Ihren Raucherunterstand im Außenbereich zu erhalten.
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