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Wie groß sollte ein Raucherunterstand für Betriebe sein?

Roland Holtz-Gawenda ·

Die richtige Größe eines Raucherunterstands für Betriebe hängt in erster Linie von der Anzahl der Mitarbeiter ab, die ihn gleichzeitig nutzen. Als Orientierungswert gilt: Pro Person sollte mindestens 0,5 bis 0,8 Quadratmeter Nutzfläche eingeplant werden. Für die meisten Betriebe mit 5 bis 15 gleichzeitigen Nutzern bedeutet das eine Grundfläche zwischen 4 und 12 Quadratmetern. Die folgenden Abschnitte beantworten die wichtigsten Fragen rund um Maße, gesetzliche Vorgaben und die passende Bauform.

Wie viele Mitarbeiter nutzen einen Raucherunterstand gleichzeitig?

Die gleichzeitige Nutzerzahl ist der entscheidende Ausgangspunkt für jede Planung. In der Praxis nutzen in einem Betrieb mit 50 Mitarbeitern erfahrungsgemäß 10 bis 20 Prozent der Belegschaft den Raucherbereich gleichzeitig, besonders in den klassischen Pausenzeiten. Das entspricht in diesem Beispiel etwa 5 bis 10 Personen zur Spitzenzeit.

Für eine realistische Einschätzung sollten Betriebe folgende Faktoren berücksichtigen:

  • Schichtbetrieb: In Produktionsbetrieben mit mehreren Schichten fallen Pausen konzentriert an, was zu kurzzeitig höherer Auslastung führt.
  • Pausenstruktur: Gibt es feste Pausenzeiten für alle gleichzeitig, ist der Andrang deutlich höher als bei gleitenden Pausen.
  • Betriebsgröße: Kleinstbetriebe mit unter 20 Mitarbeitern kommen oft mit einem kompakten Unterstand aus; ab 100 Mitarbeitern empfiehlt sich ein größeres Modell oder mehrere Standorte.
  • Außendienstanteil: Wenn ein Teil der Belegschaft dauerhaft außer Haus ist, reduziert sich die effektive Nutzerzahl entsprechend.

Eine sorgfältige Bedarfsanalyse vor der Beschaffung verhindert, dass der Unterstand entweder dauerhaft überfüllt ist oder dauerhaft leer steht.

Welche Mindestmaße gelten für einen Raucherunterstand im Betrieb?

Für Raucherunterstände im Betrieb gibt es keine bundesweit einheitlich vorgeschriebenen Mindestmaße, jedoch haben sich in der Praxis klare Richtwerte etabliert. Pro Nutzer werden mindestens 0,5 Quadratmeter Grundfläche empfohlen, wobei 0,7 bis 0,8 Quadratmeter pro Person als komfortabler Wert gilt. Die lichte Höhe sollte mindestens 2,20 Meter betragen, um ein Gefühl von Offenheit zu gewährleisten und Rauchstau zu vermeiden.

In der Praxis bedeutet das:

  • Bis 5 Personen: Grundfläche von etwa 3 bis 4 Quadratmetern, Breite mindestens 1,5 Meter
  • 5 bis 10 Personen: Grundfläche von 5 bis 8 Quadratmetern, Breite ab 2,5 Meter
  • 10 bis 20 Personen: Grundfläche von 10 bis 15 Quadratmetern oder mehrere Einheiten

Neben der reinen Fläche spielt auch die Belüftung eine wichtige Rolle. Ein Raucherunterstand sollte so konstruiert sein, dass Rauch nach oben oder zur Seite abziehen kann. Vollständig geschlossene Konstruktionen sind daher weniger geeignet als Modelle mit offenen Seiten oder integrierten Lüftungselementen.

Welche gesetzlichen Vorgaben beeinflussen die Größe eines Raucherunterstands?

Gesetzliche Vorgaben schreiben keine konkreten Abmessungen für Raucherunterstände vor, setzen aber inhaltliche Rahmenbedingungen, die die Planung direkt beeinflussen. Zentral ist das Nichtraucherschutzgesetz: Raucherbereiche müssen klar vom Nichtraucherbereich getrennt sein, und Raucherräume dürfen nicht der einzige Aufenthaltsraum sein. Im Außenbereich gilt dies in der Regel als erfüllt, solange ausreichend Abstand zu Eingängen und Fenstern eingehalten wird.

Folgende Regelwerke und Anforderungen sind bei der Planung relevant:

  • Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV): Der Arbeitgeber ist verpflichtet, Nichtraucher vor Tabakrauch zu schützen. Ein separater Außenbereich erfüllt diese Pflicht, wenn er baulich klar abgegrenzt ist.
  • Abstandsregelungen: Viele Bundesländer und Kommunen schreiben Mindestabstände zu Gebäudeeingängen vor, oft 5 bis 10 Meter. Diese Abstände bestimmen, wo auf dem Betriebsgelände der Unterstand platziert werden darf.
  • Baurecht: Je nach Größe und Ausführung kann ein Raucherunterstand genehmigungspflichtig sein. Feste Fundamente oder großflächige Überdachungen erfordern in der Regel eine Baugenehmigung.
  • Brandschutz: Aschenbecher und Entsorgungsbehälter müssen nicht brennbar sein; der Unterstand selbst sollte aus feuerfesten oder schwer entflammbaren Materialien bestehen.

Es empfiehlt sich, vor der Beschaffung die zuständige Baubehörde sowie den Betriebsrat einzubeziehen, um spätere Auflagen zu vermeiden.

Welche Bauform passt zu welcher Betriebsgröße?

Die passende Bauform eines Raucherunterstands richtet sich nach der Nutzerzahl, den Platzverhältnissen auf dem Betriebsgelände und den Anforderungen an Witterungsschutz. Kleinbetriebe kommen oft mit einem einfachen Pultdach-Unterstand aus, während größere Betriebe modulare oder individuell geplante Konstruktionen benötigen.

Kompakte Modelle für Kleinbetriebe

Für Betriebe mit bis zu 10 gleichzeitigen Nutzern eignen sich schlanke Einzel- oder Doppelunterstände mit Pultdach oder Satteldach. Diese Modelle sind platzsparend, lassen sich oft ohne Baugenehmigung aufstellen und sind in Stahl oder Metall langlebig und pflegeleicht. Eine offene Rückwand oder Seitenwände mit Sichtschutz reichen für die meisten Anwendungen aus.

Modulare Lösungen für mittlere und große Betriebe

Ab etwa 15 gleichzeitigen Nutzern empfehlen sich modulare Konstruktionen, die sich in Breite und Tiefe anpassen lassen. Solche Systeme können mit Sitzgelegenheiten, Abfallbehältern und integrierten Aschenbechern ausgestattet werden. Für Betriebe mit hohem Platzbedarf oder besonderen gestalterischen Anforderungen bieten maßgeschneiderte Lösungen die größte Flexibilität. Eine Überdachung für den Außenbereich kann dabei sowohl als reiner Witterungsschutz als auch als gestalterisches Element des Betriebsgeländes dienen.

Was kostet ein Raucherunterstand in der richtigen Größe?

Die Kosten für einen Raucherunterstand variieren erheblich je nach Größe, Material, Ausstattung und Hersteller. Eine pauschale Preisangabe ist nicht seriös möglich, da individuelle Faktoren wie Fundamentarbeiten, Zubehör und regionale Montagekosten den Gesamtpreis stark beeinflussen. Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit ist nicht der Anschaffungspreis allein, sondern der Blick auf die Gesamtkosten über die Nutzungsdauer.

Folgende Kostenfaktoren sollten bei der Planung berücksichtigt werden:

  • Material: Stahl ist robust, langlebig und pflegeleicht, erfordert aber bei Außenaufstellung eine entsprechende Oberflächenbehandlung zum Korrosionsschutz.
  • Ausstattung: Integrierte Aschenbecher, Sitzgelegenheiten und Beleuchtung erhöhen den Nutzerkomfort, aber auch den Preis.
  • Fundament und Montage: Fest verankerte Unterstände erfordern Fundamentarbeiten, die je nach Untergrund unterschiedlich aufwendig sind.
  • Wartung: Langlebige Materialien und eine solide Verarbeitung senken die laufenden Wartungskosten deutlich.

Wie plant man einen Raucherunterstand richtig auf dem Betriebsgelände?

Die Standortplanung eines Raucherunterstands folgt einem klaren Ablauf: Zuerst wird der Bedarf ermittelt, dann ein geeigneter Platz auf dem Gelände gefunden, und schließlich werden behördliche Anforderungen geprüft. Eine vorausschauende Planung spart spätere Umrüstungskosten und sorgt für eine dauerhaft akzeptierte Lösung.

Die wichtigsten Planungsschritte im Überblick:

  1. Bedarfsanalyse: Anzahl der Nutzer zur Spitzenzeit ermitteln, Pausenzeiten und Schichtmodelle berücksichtigen.
  2. Standortwahl: Ausreichend Abstand zu Eingängen und Fenstern einhalten, Witterungsschutz und Zugänglichkeit prüfen, Blickbeziehungen zum Gebäude beachten.
  3. Behördliche Abstimmung: Baugenehmigungspflicht prüfen, kommunale Abstandsregelungen einholen, Betriebsrat einbinden.
  4. Ausstattung festlegen: Sitzgelegenheiten, Beleuchtung, Aschenbecher und Abfallbehälter einplanen.
  5. Fundament und Anschlüsse: Bei Bedarf einen Stromanschluss für die Beleuchtung vorsehen, Fundamenttyp mit dem Hersteller abstimmen.

Ein häufig unterschätzter Aspekt ist die Akzeptanz durch die Belegschaft. Ein Raucherunterstand, der zu weit vom Arbeitsplatz entfernt liegt oder keinen ausreichenden Witterungsschutz bietet, wird schlicht nicht genutzt. Die Einbindung der Mitarbeiter in die Standortentscheidung erhöht die Akzeptanz erheblich.

Wie MABEG bei der Planung und Beschaffung eines Raucherunterstands unterstützt

MABEG entwickelt und produziert Stadtmobiliar für den Außenbereich seit über 50 Jahren und unterstützt Betriebe bei der Auswahl, Planung und Umsetzung von Raucherunterständen und Pausenbereichen. Als Gesamtdienstleister begleitet MABEG Projekte von der ersten Bedarfsanalyse bis zur Montage und darüber hinaus. Das Leistungsangebot umfasst dabei:

  • Individuelle Beratung zur richtigen Größe und Bauform auf Basis der tatsächlichen Nutzerzahlen
  • Maßgeschneiderte Konstruktionen aus langlebigem Stahl, gefertigt im eigenen Werk in Soest nach DIN EN ISO 9001:2015
  • Planung unter Berücksichtigung baulicher und behördlicher Anforderungen
  • Professionelle Montage durch erfahrene Fachkräfte
  • After-Sales-Service mit schneller Ersatzteilversorgung und fachkundiger Wartung

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